L•E•O

Low Energy Office

L•E•O - Westansicht L•E•O - Südansicht L•E•O - Lageplan L•E•O - Perspektive L•E•O - Süd-Nord-Schnitt L•E•O - Tageslicht-Beleuchtungsstärken | Februar/August 1997 L•E•O - Tageslichtlenkung | Südfassade L•E•O - Tageslichtlenkung | Nordfassade L•E•O - Dimmbare Arbeitsplatzbeleuchtung in einem Büroraum, innenliegende Lichtlenk-Lamellen reflektieren das Tageslicht an die Decke L•E•O - Südansicht | Wintergarten L•E•O - Büroverglasung mit Transparenter Wärmedämmung (graue, undurchsichtige Flächen), TWD noch ohne Sonnenschutz L•E•O - T-Fenster eines Südbüros, Verglasung wechselt je nach Funktion L•E•O - Atrium L•E•O - Zu- und Abluftführung im Winter und im Sommer L•E•O - Verlegung des Erdkanals L•E•O - Grundriss des Untergeschosses mit umlaufendem Erdkanal | Pfeile geben die Richtung der Luftströmung an L•E•O - Stahlkonstruktion L•E•O - Blick über das Atrium auf die Arbeitszonen | Luftführung und Technikschacht in den Hohlkörperdeckenplatten L•E•O - Atriumrandkanal als Luft- und Leitungsführung L•E•O - Nordansicht | Reflektorbleche vor den Oberlichtfenstern L•E•O - Einbau der drei Zisternen für die Regenwasserspeicherung L•E•O - Südansicht mit Wintergarten L•E•O - Süd-Nord-Schnitt | Perspektive L•E•O - Eingangsbereich und Hofdurchfahrt

 

L•E•O - Ausschnitt
«In einem Gewerbegebiet im Kölner Norden wurde 1994 ein Bürogebäude errichtet, das unter den Gesichtspunkten Energieeinsparung und Komforterhöhung eine Reihe aufeinander abgestimmter, innovativer Maßnahmen zu einem baulich und technisch integrierten Gesamtkonzept zusammenfasst.
Das Energie- und Umwelt-Konzept des L·E·O-Bürobaus (Low Energy Office) ist auf andere Bürogebäude in vergleichbaren Klimaregionen übertragbar, sowohl als Gesamtkonzept als auch einige seiner Einzelkomponenten.
L•E•O - Ausschnitt Nach Fertigstellung und den Erfahrungen aus den ersten Betriebsjahren steht fest, dass auch im Verwaltungsbau Konzepte zur rationellen Energieverwendung, Energieeinsparung und passiven Solarnutzung sinnvoll eingesetzt werden können. Das anspruchsvolle Planungsziel “Senken der Betriebskosten für L·E·O gegenüber herkömmlichen Bürogebäuden auf ein Drittel" wurde erreicht.
Da der Investor gleichzeitig Hauptnutzer des Gebäudes ist, betrachtet er die um ca. 10 % höheren Baukosten als “vorweggenommene Betriebskosten", die sich für ihn in kurzer Zeit amortisieren. Da überwiegend marktgängige Produkte eingesetzt wurden, werden auch in Zukunft keine höheren Instandhaltungskosten erwartet.»

Hier können Sie sich ein ausführliches Datenblatt zu dem L•E•O Projekt ansehen:
L•E•O Datenblatt als Adobe Acrobat™ Datei (8KB)

 

Standortwahl und Südorientierung
L•E•O - Westansicht
Zusammen mit den Bauherren wählten wir Architekten ein südorientiertes Eckgrundstück mit großem Abstand zu den nächsten Nachbarn aus. Wir legten das Gebäude diagonal über das Grundstück und sicherten dem Bauherr damit auch für die Zukunft die Kontrolle über die Sonnenenergienutzung.
L•E•O - Südansicht L•E•O - Lageplan  

 

Gebäudekonzept
L•E•O - Perspektive
75 Einzelbüros mit vorgelagerten, gemeinschaftlich genutzten Büroflächen, den Kombizonen gruppierten wir entlang den Süd- und Nordfassaden. Die Kombizonen wurden um ein Atrium herum angeordnet, deshalb besitzt das kompakte Gebäude ein sehr gutes A/V-Verhältnis von nur 0,31 1/m.
L•E•O - Süd-Nord-Schnitt

 

Tageslichtnutzung
L•E•O - Tageslicht-Beleuchtungsstärken | Februar/August 1997
Wichtiges Entwurfsziel war für uns die optimale Tageslichtnutzung, um so den Stromverbrauch für Kunstlicht und die daraus resultierenden internen Wärmelasten deutlich zu reduzieren. Gleichzeitig legten wir Wert auf blend- und kontrastfreie, gleichmäßig mit Tageslicht ausgeleuchtete Computerarbeitsplätze. Mit Hilfe von Tageslichtmessungen in Modellen und Simulationsrechnungen wurden von uns die Fassaden entwickelt und optimiert.
L•E•O - Tageslichtlenkung | Südfassade L•E•O - Tageslichtlenkung | Nordfassade L•E•O - Dimmbare Arbeitsplatzbeleuchtung in einem Büroraum, innenliegende Lichtlenk-Lamellen reflektieren das Tageslicht an die Decke

 

Passive Solarnutzung und Sonnenschutz
L•E•O - Südansicht | Wintergarten
Südfensterflächen sind durch auskragende Fassadenteile oder Lamellen vor der hochstehenden Sommersonne geschützt, doch unbehindert gelangt die flache Wintersonne ins Gebäude hinein. Fassadenteile der Südbüros und Seminarräume erhielten transparente Wärmedämmung, um so im Fensterbereich warme, komfortable Innenwandflächen zu erhalten.
L•E•O - Büroverglasung mit Transparenter Wärmedämmung (graue, undurchsichtige Flächen), TWD noch ohne Sonnenschutz L•E•O - T-Fenster eines Südbüros, Verglasung wechselt je nach Funktion

 

Lüftung im Winter
L•E•O - Atrium
Die warme Abluft aus den Einzelbüros heizt auch die Kombiflächen rund ums Atrium. Oben im Atrium wird die verbrauchte Luft abgezogen und über einen Wärmetauscher geführt, wo ihr 80% der Wärme entzogen werden. Die rückgewonnene Wärme wird der kalten Frischluft wieder zugeführt.

 

Natürliche Lüftung im Sommer
L•E•O - Zu- und Abluftführung im Winter und im Sommer
Sommerliche Wärme wird durch natürliche Querlüftung abgeführt: von den Büros über die Kombizonen zu den Lüftungsöffnungen in der Atriumspitze. Das 3-geschoßige Atrium erzeugt dabei die notwendige Thermik. Nachts wird das Gebäude mit kühler Frischluft durchspült. Den massiven Wänden und Decken wird so die tagsüber gesammelte Wärme entzogen: die hohe Gebäudemasse wirkt temperaturausgleichend.

 

Nutzung der Erdwärme und “Erdkälte”
L•E•O - Verlegung des Erdkanals
An besonders heißen Tagen wird die Zuluft zuerst durch einen Erdkanal geführt, dort natürlich abgekühlt und entfeuchtet und dann in die zu kühlenden Bereiche eingeblasen. Dies ersparte eine stromfressende Klimaanlage. An kalten Wintertagen dient der Erdkanal dazu, die Zuluft vorzuwärmen, bevor sie in die Büroräume gelangt.
L•E•O - Grundriss des Untergeschosses mit umlaufendem Erdkanal | Pfeile geben die Richtung der Luftströmung an

 

Bautechnik
L•E•O - Stahlkonstruktion
Große Teile des Gebäudes bestehen aus vorgefertigten Bauteilen wie z.B. Stahlstützen und Hohlkörperspannbetondecken mit großen Spannweiten. Dies beschleunigte den Bauablauf und die vielen gleichartigen Teile halfen die Kosten zu senken. Statt Holzschalungen wurden mehrfach verwendbare Stahlschalungen eingesetzt. Deren glatte Oberflächen erlaubten den Verzicht auf den sonst üblichen Innenputz.

 

Haustechnik
L•E•O - Blick über das Atrium auf die Arbeitszonen | Luftführung und Technikschacht in den Hohlkörperdeckenplatten
Die Hohlköper der Betondecken wurden als Raum für alle Luft- und Leitungsführungen genutzt und von einem Atriumrandkanal versorgt. Damit haben wir abgehängte Decken oder aufgeständerte Böden vermieden und die Geschoßhöhe der Büroetagen auf nur 2.86m gedrückt. Trotzdem ist jederzeit eine leicht durchzuführende Um- oder Nachrüstung der Elektro-, EDV- und Telefonleitungen möglich.
L•E•O - Atriumrandkanal als Luft- und Leitungsführung

 

Heizenergieverbrauch
Die emmissionsarme, gasbetriebene Heizungsanlage besitzt eine Heizleistung von nur 49 kW und versorgt damit selbst an sehr kalten Wintertagen rund 2.700 qm beheizter Büroflächen. Der berechnete, spezifische Heizenergieverbrauch beträgt circa 40 kWh/qm a. Er unterschreitet damit um etwa 50% die Anforderungen der Wärmeschutz-Verordnung aus dem Jahr 1995.

 

Stromverbrauch
L•E•O - Nordansicht | Reflektorbleche vor den Oberlichtfenstern
Durch Tageslichtlenkungsmaßnahmen und tageslichtabhängige Kunstlichtsteuerung konnten wir den Stromverbrauch für Kunstlicht auf 7 kWh/qm a drücken. Dies trägt dazu bei, die sommerliche Wärmebelastung deutlich zu reduzieren und damit eine Klimaanlage zu vermeiden. Für die WRG-Anlage wurde ein Stromverbrauch von 8 kWh/qm a errechnet.

 

Regenwassernutzung
L•E•O - Einbau der drei Zisternen für die Regenwasserspeicherung
Regenwasser wird von den Dachflächen in große Zisternen geleitet und von dort in einen kleinen Zwischenspeicher in der Spitze des Technikschachtes gepumpt. Von dort läuft es nur mit Schwerkraft in die einzelnen Spülkästen der darunterliegenden Geschosse. Auf eine Druckerhöhunganlage wurde bewußt verzichtet.

 

Begrünung
L•E•O - Südansicht mit Wintergarten
In der Südspitze gibt es einen 2-stöckigen Wintergarten, dessen Pflanzen die Pausenzone einrahmen. Versorgt werden die Pflanzen des Wintergartens und des Außengeländes mit Regenwasser aus der Zisterne. Die Flachdächer sind geeignet, um später eine Dachbegrünung aufnehmen zu können. Das Atrium ist begrünt und die Verdunstung der Pflanzen trägt zudem zum Kühlen im Sommer bei.
L•E•O - Süd-Nord-Schnitt | Perspektive

 

Müll / Abfall
L•E•O - Eingangsbereich und Hofdurchfahrt
Anfallender Müll wird getrennt gesammelt nach Papier, Verpackungsmaterial, Glas und Hausmüll. Gut erreichbar im Bereich der Hofdurchfahrt gibt es einen Raum mit mehreren Müllcontainern.

 

Planungsmethodik
Ausführlicher ist die Planung des Bürogebäude in der ca. 90-seitigen Broschüre Tatort L•E•O beschrieben. Dort finden Sie detailliert Angaben zur Entstehung dieses Gebäudes. Das energetische, lichttechnische und ökologische Konzept wurde von uns Architekten entwickelt, mit den Fachingenieuren weiter verbessert und über alle Planungsphasen von allen Planungsbeteiligten konsequent verfolgt. Die Broschüre (Kosten: € 14,50 + € 2,50 für Porto &Verpackung) können Sie über diese Seite bestellen:
Publikationen Publikationen

 

Literaturliste
L•E•O - Literaturliste als Adobe Acrobat™ Datei (13KB)
Hier finden Sie eine Auflistung unserer Publikationen zu L•E•O. Einige der Veröffentlichungen können Sie sich sofort Downloaden. Download Download

 

Links

Mehr Gebäudequalität mit weniger Energie

"Low-Energy-Office" (L•E•O), Köln und "Haus der Wirtschaftsförderung" (HdW), Duisburg
Ein Vergleich zweier Bürogebäude Ein Vergleich zweier Bürogebäude
Auf der Webseite des “IMPULS-Programm Hessen

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