Haus S•

Zweifamilienhaus

Haus S - Südansicht Haus S - Ostansicht Haus S - Westansicht   Haus S• | Tageslichtverteilung Haus S• | Grundriss EG Haus S• | Luftführungskonzepte Haus S• | Besonnung

 

«Zweifamilienhaus in der Nähe von Köln 1986/87.
Niedrigenergiehaus mit passiver Solarnutzung, Wintergarten, verbesserter Tageslichtnutzung, in die Baukonstruktion integrierte Warmluftheizung mit Wärmerückgewinnung, Regenwassernutzung, Abwasserversickerung auf dem Grundstück.»

 

Lage am Südhang
Haus S - Südansicht
3-stöckiges Wohnhaus in einen Südhang eingebunden, wobei ein Großteil des Untergeschosses im Erdreich steckt und nur die Südfront frei steht. Regenwasser wird gesammelt; überschüssiges Regenwasser speist einen Teich. Die Abwässer des Hauses werden auf dem Grundstück versickert.
   

 

Ost- und Westansicht
Haus S - Ostansicht 
Haus S - Westansicht
Formal besteht das Gebäude aus einem Kernhaus, an das sich im Osten und Westen kleinere Baukörper anlehnen. Dieses Gestaltungsprinzip wird mit der freistehenden Garage im Norden fortgesetzt.
 

 

Innenräume
 
Die Verkehrsflächen im Haus sind minimiert. Einzelne Wohnbereiche gehen fast nahtlos ineinander über, höchstens durch kleine Höhenversprünge angedeutet. So dringt Tageslicht ungehindert tief in das Haus.
Wenige Materialien bestimmen das Erscheinungsbild der Innenräume: heller Putz, Fliesen, Basalt, Holzparkett und die sichtbaren, weiß lasierten Holzkonstruktionen der Dachunterseite.
 

 

Beleuchtung
Große Teile der Beleuchtung wurden in die Baukonstruktion integriert. Alle Leuchten haben die Architekten individuell entworfen, entsprechend der Einbausituation und ihrem Nutzungszweck.
 

 

Wintergarten
Der 3-geschossige Wintergarten ist unbeheizt. Eine Verschattungsanlage war nicht notwendig, da die Thermik im Sommer bei geöffneten Lüftungsklappen die notwendige Temperaturminderung von selbst herbeiführt. Im Winter wird die warme Luft aus dem Wintergarten zur Unterstützung der Luftheizung genutzt.
 

 

Tageslichtnutzung im EG
Haus S• | Tageslichtverteilung
Die Südräume sind selbst an bewölkten Tagen mit viel Tageslicht durchflutet. Wenig benutzte Räume liegen im Norden und haben kleine Fenster.

 

Grundriss EG
Haus S• | Grundriss EG
Eine klare Zonierung und Anordnung der Räume bei gleichzeitig sehr kompakten Grundrissen erhöht den Nutzwert des Gebäudes. Die Wohnräume haben über Terrasse und viele Balkone eine direkte Verbindung nach draußen bzw. in den Wintergarten.

 

Haus S• | Luftführungskonzepte
Eine integrierte Luftheizung versorgt das Haus mit Frischluft (gefiltert) und Wärme, im Winter auch mit Sonnenwärme aus dem Wintergarten. Im Sommer wird das Haus mit kühler Nachtluft durchströmt. So wird ihm die tagsüber aufgenommene Wärme entzogen und kühle Temperaturen werden für den nächsten warmen Tag bereitgestellt. Mit seinem geringen Heizenergieverbrauch erfüllt das Haus immer noch die heute geltenden Anforderungen an den Wärmeschutz.

 

Haus S• | Besonnung
Auf eine bewegliche Verschattung für Haus und Wintergarten wurde verzichtet. Anstelle dessen übernimmt die Konstruktion der Fassade (Pfeiler, Dachüberstände, Balkone) selbst den "passiven" Sonnenschutz. Im Winter kann die Sonne somit tief ins Gebäude eindringen; im Sommer verschattet die speziell entworfene Südfassade die dahinterliegenden Räume "automatisch" und ohne Zutun der Nutzer.
 

 

 

© 2001 Büro für energiegerechtes Bauen
Bitte beachten Sie die Hinweise zur Verwendung von Texten, Bildmaterial und Software